KAMBODSCHA - Unterstützungen
Finanzierung von Englisch-Unterricht für Kinder, Jugendliche und Erwachsene


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P.

P. ist etwa 16 Jahre alt. Ihr Geburtsdatum ist nicht bekannt, aber ihre Mutter (Angehörige der KREUNG-Minderheit) versichert, dass es enige Monate nach der Reisernte gewesen sei und dies sei nun im 2010 etwa die 16. Reisernte...

Links: P.i bei ihrer Arbeit in der Kautschukplantage // Rechts: Die Mutter von P.

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Pisey wuchs in der Provinz PREY VENG, im "Armenhaus" von Kambodscha, auf.

Ihre Mutter war zuerst mit einem anderen Mann verheiratet und hatte eine Tochter mit ihm. Doch nach einigen Jahren verliess der Vater die Mutter und P.ältere Schwester.
Die Mutter heiratete etwa 8 Jahre später wieder, und schon bald erblickte P. das Licht dieser Welt.

Die Mutter wanderte dann zusammen mit ihrem Mann in den Nordosten nach KALAI (Provinz Ratanakiri) aus, und liess P. bis diese etwa 9 oder 10 Jahre alt war bei den Grosseltern in Prey Veng.
Als P. dann zu ihren Eltern nach KALAI durfte, war ihr Vater ebenfalls "abgehauen", und sie sah ihn bis heute nicht mehr...

Die Mutter reagierte nach diesem erneuten verlassen werden mit einer schweren Depression, zog sich zurück, war nicht mehr arbeitsfähig.

Ab ihrem 12. Altersjahr musste P. daher - nebst dem Besuch der Khmer-Schule - für sich und ihre Mutter in einer Kautschuk-Plantage arbeiten gehen. Natürlich war sie mit der Zeit (als 12 oder 13-jähriges Mädchen..!!) schlicht überfordert mit Arbeit und Schulbesuch, und irgendwann ging sie dann nicht mehr zur Schule...

Links: Haus in KALAI // Mitte: Das Schulhaus im Minderheiten-Dorf Kalai // P., Mama, Cousine Tong May (rechts) und weitere Familienmitglieder beim sortieren und begutachten einer Kleiderspende...

Als ich P. und ihre Familie im 2008 bei einem Besuch im KREUNG-Minderheiten-Dorf KALAI kennenlernte, war sie nebst der täglichen Arbeit in der Kautschuk-Plantage daran, sich im Selbststudium aus Kinder-Büchern Englisch beizubringen, und hatte auch einige Lektionen Englisch-Unterricht besucht. Doch leider war es ihr (bei einem Lohn von umgerechnet ca. 40-45 US$, der für den Lebensunterhalt für sich und ihre Mutter reichen musste...) nicht möglich, den Englisch-Unterricht weiterhin zu besuchen.

Seit 2009 finanzierte ich - wie auch einigen anderen Kindern und Familien - P. den täglichen Englisch-Unterricht.
Seit November gibt es nun den Verein, der diese Finanzierung hoffentlich mit Spendengeldern tragen kann.

Bei meinem letzten Besuch in Kambodscha (Dezember 09 - März 10) lebte P. zusammen mit ihrer Mutter in Village4 bei Banlung, Provinz Ratanakiri, ging jeweils morgens um 4h auf und zur Arbeit in der Kautschuk-Plantage, und kam dann etwa um 13 Uhr - dreckig und "kaputt" - von der Arbeit zurück.... In der Zwischenzeit verdiente sie im Monat etwa 50 US$ für den Lebensunterhalt für sich und ihre Mutter...

Das Haus das Mutter und P. in Miete bewohnen (links) und P. bei der Arbeit im Garten zusammen mit ihrem Cousin

Und: P. spricht nun (Januar 2010) bewundernswert gut englisch, ist stolz auf sich, aber leider gesundheitlich ziemlich am Anschlag... (Da sie finanziell am absoluten Existenzminimum leben, ging ihre Mutter jeweils mit ihr statt zum Arzt in den Tempel zu den Mönchen, die dann mit ihr beteten. Das ist finanziell immerhin etwas günstiger als ein Arzt- oder Spitalbesuch...
Im Februar 2010 gab es dann so starke Krankheitsymptome, dass wir sie ins Spital in die Hauptstadt Phnom Penh brachten, wo die Ärzte eine schwere Blasenentzündung sowie Gallen- und Nierensteine feststellten...).

P. grösster Traum war es, im Januar 2010 wieder in die öffentliche Schule gehen zu können. Doch sie wusste auch, dass das nebst der Arbeit schlicht nicht mehr möglich ist.


Zusammen mit meinen Kontaktpersonenen Chendamony und Sam aus Kambodscha organisierten wir, dass P. wieder in die Khmer-Schule darf (natürlich waren nebst Gesprächen mit der Schulleitung auch Schmiergelder "für den Aufwand" an den Lehrer zu bezahlen, welcher ja pro Monat im kambodschanischen "System" auch nur etwa 35-50 US$ verdient, und seine Familie damit nicht ernähren kann...), und momentan erhalten P. und ihre Mutter Monat für Monat - solange dies mit "Spendengeldern" möglich ist (ich machte zum Zeitpunkt der Vereinsgründung eine Einlage von Fr. 8'000.-- in die Vereinskasse) - pro Monat US$ 50.-- für den Lebensunterhalt.
Chendamony und Sam, meine Kontaktpersonen in Kambodscha kontrollieren monatlich P. regelmässigen Schulbesuch (die Mutter möchte lieber, dass P. wieder arbeitet und allenfalls noch einen zusätzlichen Nebenjob annimmt, damit etwas mehr Geld zum leben da ist, und macht auch immer wieder mal Druck in diese Richtung...), und zahlen diese 50 US$ monatlich nach Gesprächen mit dem Lehrer von P. aus.

Das Haus in dem P. und ihre Mutter momentan leben (links) und links - mit der blauen Blache- der "Unterstand", in welchem sie zuvor (im selben Garten) lebten und heute noch kochen und essen, weil es im Haus keine Küche gibt..

Das Strassendorf "Village4", in welchem sie heute leben...

P. und ihr Cousin Im Garten (links) und P. bei der Arbeit in der Kautschuk-Plantage...

Der bisher eher etwas "improvisiert" geführte Englisch-Unterricht in Village4 (links) // Rechts: Jeden Abend war vor der Baracke in Village4, in welchem zwischen 18h bis 20h Kinder und Jugendliche (wenn sie Geld hatten...) den Englisch-Unterricht besuchen konnten, ein riesiger Auflauf von Kindern und Jugendlichen, die den Englisch-Unterricht auch gerne besuchen möchten, aber leider nicht zahlen können... Seit März 2010 wurde die Schule geschlossen, und P. geht nun jeweils täglich (mit dem Fahrrad) jeweils eine Stunde in die Hauptstadt Banlung in eine andere Englisch-Schule, welche allerdings deutlich teurer ist (ca. Fr. ??? pro Monat)...
[Per Januar 2011 planen wir, in Village4 wieder Englisch-Unterricht für Kinder und Jugendliche anzubieten, und eine(n) LehrerIN für diesen Unterricht in Village4 - sowie zu anderen Tageszeiten auch in Village1, Village2 und Village3- anzustellen...--> INFOS dazu siehe hier]

Links: Jeden Abend war die Baracke in Village4, in welcher zwischen 18h bis 20h Kinder und Jugendliche (wenn sie Geld hatten...) den Englisch-Unterricht besuchen konnten, ein riesiger Auflauf von Kindern und Jugendlichen, die den Englisch-Unterricht auch gerne besuchen möchten, aber leider nicht zahlen können... Seit März 2010 wurde die Schule geschlossen, und P. geht nun jeweils täglich (mit dem Fahrrad) jeweils eine Stunde in die Hauptstadt Banlung in eine andere Englisch-Schule, welche allerdings deutlich teurer ist... [Per Januar 2011 planen wir, in Village4 wieder Englisch-Unterricht für Kinder und Jugendliche anzubieten, und eine(n) LehrerIN für diesen Unterricht in Village4 - sowie zu anderen Tageszeiten auch in Village1, Village2 und Village3- anzustellen...--> INFOS dazu siehe hier] // Rechts: Die öffentliche Khmer-Schule in der nahen Stadt Banlung, welche P. seit Januar 2010 nun wieder besucht.

Hier finden Sie weitere Bilder zu P., zu ihrer Cousine Tong May und zu weiteren Menschen in Village4, sowie Bilder aus Village1, Village2, Village3.
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