Dossier Pharma-Industrie: Unanständiges, ungesetzliches Vorgehen
Unanständiges, ungesetzliches Vorgehen der Pharmaindustrie

Die Pharmaindustrie zahlt und besticht Ärzte und Apotheken, damit diese ihren Patienten teure Medikamente verschreiben.
Die Zeche zahlen dann die Prämienzahler. «Kassensturz» zeigt, mit welchen Tricks die Pharmaindustrie ihre Medikamente in den Markt drückt.

Was Ärzte verschreiben, versucht die Pharmaindustrie zu beeinflussen. Denn die Ärzte entscheiden, welche Medikamente ihre Patienten bekommen. Pharmakonzerne stecken dazu grosse Summen ins Marketing. Diese Ausgaben wirken, weiss Professor Bernhard Lauterburg vom Institut für Klinische Pharmakologie der Universität Bern. Ärzte lassen sich von der Industrie einspannen. Verschrieben würden zwar Medikamente, die angebracht seien für die Krankheiten, die Patienten behandeln lassen möchten. Lauterburg: «Aber bekanntlich gibt es für sehr viele Krankheiten verschiedene Präparate, die mehr oder weniger gleich gut geeignet sind. Und in der Wahl des Präparats werden die Ärzte wahrscheinlich, und da gibt es auch Studien dazu, beeinflusst durch die Pharmaindustrie.»

Fragwürdige Fragebögen

Die Folge: Ärzte verkaufen häufig teure anstelle von günstigen Medikamenten. Erster Trick zahlreicher Pharmafirmen: sogenannte Praxiserfahrungsberichte. Pharmafirmen zahlen dem Arzt Geld dafür, dass er belanglose Fragebögen zu einem neuen, oft teureren Medikament ausfüllt. Entschädigung: zwischen 50 und 100 Franken – für wenige Minuten Arbeit. Ein Marketingtrick, sagen Kritiker, der Arzt soll seinen Patienten das neue Präparat verschreiben.

Pharmakologie-Professor Bernhard Lauterburg kennt den Kniff mit diesen Scheinstudien. Ihr wissenschaftlicher Nutzen sei gleich Null. Lauterburg: «Die Untersuchungen werden auch in der Regel nicht von den Forschungsabteilungen, sondern den Marketingabteilungen der Firmen auf die Beine gestellt. Und das Ziel ist: dass sie der Arzt dazu bringen, mehr von dem Medikament zu verschreiben.»

Ein Beispiel unter vielen: Die Firma Drossapharm zahlt dem Arzt beim Venenmittel Lyman für zehn ausgefüllte Fragebögen 500 Franken. Drossapharm betont: Mit dem Praxiserfahrungsbericht würden Wirksamkeits- und Sicherheitsdaten im täglichen Praxisgebrauch gesammelt und publiziert.

Schnell verdientes Geld

Walter P. Hölzle, Präsident der Vereinigung der Pharmafirmen in der Schweiz, verteidigt die Methode: «Die Studien müssen dem Pharmakodex entsprechen und müssen auch von einer unabhängigen Ethikkommission geprüft werden.» Die Daten könnten sehr sinnvoll sein, sagt Hölzle. «Erstens für die Firma, dass sie unter Praxisbedingungen Erfahrungen sammeln kann. Auch für den Arzt, weil er unter standardisierten Protokollbedingungen am Schluss Daten erhebt.» Er bekomme sie auch zurück, also müssten sie transparent sein.

Der «Kassensturz»-Reporter spricht am Telefon mit einem Pharmainsider, der anonym bleiben will. Dieser bestätigt: Praxiserfahrungsberichte seien eines der wichtigsten Marketing-Instrumente. Die Industrie wolle damit neue Medikamente pushen – auch therapeutisch nicht sinnvolle Produkte. Und weiter: Es sei gut und schnell verdientes Geld für die Ärzte.

Jacques De Haller, Präsident der Ärzte-Verbindung FMH, weiss um den Einfluss der Industrie. Die Pharmaindustrie mache sehr viel Werbung. Doch die Ärzte hätten das im Griff. «Sie müssen einfach aufpassen, dass sie von dieser Werbung nicht übertrieben beeinflusst werden. Sie müssen bei jedem Patienten aufpassen, was sie machen. Das gehört zum Beruf. Und ich glaube die Ärzte in der Schweiz machen das gut.»

Prämienzahler geprellt

So funktioniert der Trick mit den Medikamenten-Rabatten: Durch den Rabatt erhalten Apotheker und Ärzte ein Medikament günstiger, ihr Profit steigt. Folge: Sie bevorzugen dieses Medikament. Ein Verstoss gegen das Gesetz, denn Vergünstigungen müssen an Versicherte oder Krankenkassen weitergeben werden. Doch Apotheker und Ärzte sacken das Geld selbst ein – und prellen damit die Prämienzahler.

Die Generika-Firma Winthrop – sie gehört heute dem Konzern Sanofi Aventis – machte ein Einführungsangebot für Apotheken: Wer fünf Packungen kaufte, bekam eine gratis. Ein Bonus für die Apotheker. Diese Rabattvorteile müssen sie den Krankenkassen weitergeben, schreibt die Firma. Doch die Apotheker halten sich nicht daran.

Felix Schneuwly vom Krankenkassenverband Santésuisse kritisiert: Ärzte und Apotheker geben die Rabatte nicht weiter, das sei illegal. Den Versicherten würden dadurch jährlich mindestens 400 Millionen Franken entgehen. Schneuwly: «Wenn Rabatte nicht weitergegeben werden, ist das eine Verletzung des KVG.» Im Prinzip wird der Prämienzahler betrogen.

Der Apothekerverband Pharmasuisse schreibt «Kassensturz»: Falls tatsächlich so viel Rabatt gewährt würde, würde er sich dafür einsetzen, dass generell die Preise gesenkt werden, anstatt dass Rabatt gegeben würde.

(sf/schr/doer)

 

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