Dies kann das Musik hören, ein Eis, das Einschalten des Fernsehers
oder andere alltägliche Dinge sein. Schnell wird das entspannungsfördernde
Verhalten zur Gewohnheit, bei manchen Menschen aber auch zur Sucht.
Das nennt man dann "stoffungebundene Sucht", weil die Sucht
/ Abhängigkeit nicht an einen Stoff / Substanz gebunden ist, jedoch
ein zwanghafter / süchtiger / abhängiger Charakter vorliegt.
Suchtspektrum |
legal |
legal |
illegal |
Stoffgebundene |
Stoffungebundene |
stoffgebundene |
Alkohol |
Fernsehen |
Opiate |
Nikotin |
Kokain, Crack |
|
Medikamente (z.B. Benzodiazepine, etc.) |
Computerspiele |
Cannabis |
Koffein (Kaffé, Tee, Cola, Energydrinks, etc.) |
Glücksspiele |
Designerdrogen |
Schnüffelstoffe |
kaufen |
Amphetamine / Aufputschmittel |
telefonieren |
Halluzinogene (z.B. LSD, etc.) |
|
arbeiten |
Medikamente (nach BetMG) |
|
Essen |
psychoaktive Pilze |
|
Sexualität |
Biodrogen |
|
Informationen zu einzelnen Suchtstoffen finden sich unter: www.dhs.de oder www.ausweg.de
Um innere Anspannung und negative Gefühle zu betäuben, können normale Tätigkeiten wie Arbeiten, Sport, Putzen, Internet, chatten, Glücksspiel, Essen oder Einkaufen zur Sucht werden.
Manche dieser Süchte fallen als solche vorerst nicht so schnell auf, denn wer würde beispielsweise eifrigen Arbeitseinsatz als Sucht in Frage stellen?
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Workaholic
Menschen, die unentwegt arbeiten, sind gesellschaftlich akzeptiert. Sehnt
sich nicht jeder Personalchef nach einem solchen Mitarbeiter?
Doch dies ist letztendlich nicht einmal der Fall: Denn Studien haben ergeben, dass die Qualität der Arbeit eines Workaholics oft der Leistung eines gesunden Angestellten hinterher hinkt. Dazu droht irgendwann einmal der Burn-out...
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Konsumsucht
Auch Konsumsucht fällt unter unseren gesellschaftlichen Bedingungen
nicht so rasch als krankhaft auf, denn Besitz gilt als Statussymbol.
Letztendlich bedient sich auch die Werbung subtil der Sehnsüchte der Käufer, die eigentlich schon alles haben, aber immer noch mehr wollen: Mit dem Erwerb des Produkts wird gleichzeitig auch der Besitz eines bestimmten Lebensgefühls versprochen, das über die innere Leere hinweghelfen soll.
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InternetSucht
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Links
Chatten
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Spielsucht
Am auffälligsten bleiben jedoch immer noch die Süchte, die direkt
in die Selbstzerstörung führen, wie es zum Beispiel bei der
Spielsucht der Fall ist.
Diese Sucht kann durchaus in den Jugendjahren beginnen, wo der zunächst niedrige Einsatz an Spielautomaten vielleicht nicht weiter ins Gewicht fällt. Bildet sich jedoch eine Sucht heraus, wachsen auch die Einsätze. Eine Spirale aus Spielen, Geldmangel und abermals Spielen nimmt ihren Lauf bis der Ruin nicht mehr aufzuhalten ist.
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Essstörungen
Auch Essstörungen können zu den stoffungebundenen Süchten
gerechnet werden, da hier die zwanghafte gedankliche Beschäftigung
mit Essen, bzw. Nicht-Essen alle anderen Lebensinhalte verdrängt.
Esssucht/Fettsucht ist eine Krankheit, die besonders unter jungen Mädchen verbreitet ist. Es werden dabei anfallartig Unmengen an Nahrung verschlungen, was extremes Übergewicht zur Folge hat. Gleichzeitig leiden die Betroffenen über extreme Schuldgefühle, da sie sich nicht unter Kontrolle haben.
Bulimie
Manche Mädchen verhindern das drohende Übergewicht, indem sie
willentlich erbrechen. Dies führt dann in die Ess-Brech-Sucht, auch
Bulimie genannt.
Häufig führen die Kranken eine Diät durch und bemühen sich, Gewicht zu verlieren. Doch dann kommt es regelmäßig zu oft heimlichen, zwanghaften Fressanfällen mit anschließendem Erbrechen.
Besonderes Kennzeichen einer Bulimie ist, wenn die Heranwachsende nach den Mahlzeiten regelmäßig das Badezimmer aufsucht. Auch gehen Depressionen oder depressive Verstimmungen mit dieser Krankheit einher. Die Periode setzt zwar nicht aus, kann aber unregelmäßig auftreten.
Zahnprobleme, durch den regelmäßigen Kontakt mit Magensäure und geplatzte Augen-Äderchen, durch das mit Anstrengung und Druck verbundene Erbrechen, sind kennzeichnend.
Magersucht
Eine andere Variante der Essstörung ist die Magersucht.
Anzeichen einer Magersucht sind, wenn Ihr Kind in kürzester Zeit und ohne Diät-Plan sehr viel Gewicht verliert, meist bis zu 25% des normalen Körpergewichts. Trotzdem wird sich Ihr Kind noch immer fett fühlen!
Deshalb wird eine Diät trotz des hohen Gewichtsverlustes weitergeführt, das Kind leidet unter einer beständigen Angst vor Gewichtszunahme. Die Gedanken einer Magersüchtigen drehen sich dabei unentwegt um Essen, Kochen und Kalorien.
Nicht selten kommt es zu einer zwanghaften sportlichen Betätigung, und sogar zum Aussetzen der Periode.
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Links
InternetSucht
OnlineSucht
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Literatur
Es gibt immer einen Ausweg - Praxishandbuch Sucht. Zenit Verlag, 2001
siehe auch: http://www.offenetuer-zh.ch/onlinesucht.html
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